Im Folgenden finden Sie Details zu meinem Leben und Schaffen.
Erstes Selbstportrait, Öl auf Holz, 1945
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Dieses erste Selbstportrait fertigte der Künstler im Alter von 15 Jahren 1995 als Ölbild auf Leinwand unter Anleitung der Großmutter mit leinölbasierten Farben an. Während die Farben von einem bekannten Malermeister gestiftet wurden, glich der Künstler die begrenzten weiteren Mittel kreativ aus: Der selbstgemachte Pinsel bestand aus zugeschnittenem Schweifhaar vom Pferd eines befreundeten englischen Pferdebesitzers sowie einer Blechdose; und die (nicht grundierte) Holzplatte wurde von einem geflickten Fenster im Kreuzgang des Klosters, das damals der geflüchteten Familie als Unterkunft diente, "geborgt". Die Platte wurde im Laufe der Entstehung des Portraits zu den Seiten hin mit weiteren Holzstücken erweitert, da das Portrait sonst nicht ganz auf die recht kleine ursprüngliche Platte gepasst hätte.
Biografie
1930
geboren in Tarmstedt bei Bremen
1946‑47
Studium der Malerei am Kärntner Landesinstitut für bildende Kunst, Klagenfurt, bei Prof. Arnold Clementschitsch
1947‑49
Ausweisung aus Österreich, da „Reichsdeutscher“; Bauarbeiter, Ziegenhirte, Bohr- und Holzarbeiter
1949-52
Ausbildung im Malerhandwerk
1952‑56
als Malergeselle tätig in Haselünne, Meppen/Ems, Düsseldorf, Köln, Worpswede, Visp (Schweiz); Malerfachschule Düsseldorf, Kölner Werkschulen, Malerfachschule Buxtehude; Meisterprüfung im Malerhandwerk
1956‑60
Sonderreifeprüfung, Studium an der pädagogischen Hochschule in Berlin-Lankwitz (Berufspädagogik, Kunstgeschichte); Staatsexamen
1960-62
Studienreferendar in Hamburg
ab 1963
Lehrer an der Hellweg-Berufsschule des Kreises Unna
Studiendirektor, Abteilung Farb- und Raumgestaltung, Bau
1972‑74
Kontaktstudium Deutsch an der Ruhruniversität Bochum
1976‑78
Fernstudium Karikatur- und Pressezeichnen Studiengemeinschaft Darmstadt, bei E. Zirnig
1981
Gründung der Fachoberschule für Gestaltung an der Hellweg-Berufsschule des Kreises Unna
bis 1992
Unterricht für Maler, Raumausstatter, Jungarbeiter, Tischler; Unterricht an der Fachoberschule Gestaltung (freies und konstruktives Zeichnen, Deutsch, Kunstgeschichte)
Ich bin seit 1962 verheiratet, habe drei Kinder und acht Enkelkinder.
Ausstellungen
Gruppenausstellungen in Klagenfurt, Meppen, Haselünne, Düsseldorf, Unna, Palaiseau (Frankreich), Haus Opherdicke, Bergkamen, Ajka (Ungarn), Tuttlingen, Waalwijk (Niederlande), Schwelm, Nordkirchen
Einzelausstellungen in Schwerte, Iserlohn, Greifenburg (Österreich), Unna, Dortmund, Kunst- und Kulturverein Damme bei Osnabrück
Davon öffentlicher Ankauf: Stadt Unna, Greifenburg
Künstlerische Tätigkeiten
Ich bin ständig auf dem Gebiet der bildenden Kunst tätig: Malerei, Grafik, Schriftgestaltung, Sgraffito, Mosaik, Glasätzung, Skulpturen (Stein, Ton, Bronze), Siebdruck.
Seit mehreren Jahrzehnten nehme ich an wöchentlichen Treffen zum Portraitzeichnen in der Gruppe gegründet von Maria und Wilhelm Buschulte teil – bis heute, auch nach deren Tod.
Häufigste Themen
Portraits, Akte, Tanzdarstellungen
Landschaften, Blumen, Tiere
Typische Auftragsarbeiten: Portraits, Wandgestaltung an Schulen und Privatgebäuden
Zu den Themen
In der Landschaft kommt besonders die erhaltenswerte, aber auch hilfsbedürftige Schöpfung zum Ausdruck.
Im Akt entfällt ,,Kleider machen Leute“. Umso mehr kann die Schönheit des menschlichen Körpers zum Ausdruck kommen. Tänzerinnen und Tänzer zeigen in ihrer Kunst Bewegung und gleichzeitig ruhen sie in einer Schwerelosigkeit, die sie über die gewohnte Welt hinausträgt. Sie lassen etwas von einem Jenseits ahnen.
Im Portrait geht es um die Erfassung gerade dieses Menschen, seiner Individualität, die eingebunden ist in einen alles durchdringenden Seinsgrund, die Kraft Gottes, die alles im Dasein erhält.
Ich möchte die Welt nicht nur formal analysieren in Punkt, Linie, Fläche usw., sondern jeder Ausschnitt – und ausschnitthaft ist letztlich jedes Bild – soll etwas vom Ganzen der Welt erleben lassen. Dazu gehört neben der Darstellung der sichtbaren Welt die Interpretation der Welt als Schöpfung Gottes.
Kritik ist eine legitime Aufgabe der Kunst. Es gehört jedoch auch zur Kunst, positive Seiten oder Möglichkeiten und Zukunftsperspektiven aufzuzeigen.
Zum Leben gehört Hoffnung!
Literatur
Joachim Ante ist u.a. in folgendem Werk als Künstler vorgestellt: „Allgemeines Künstlerlexikon – die bildenden Künstler aller Zeiten und Völker“, herausgegeben von Dr. Günter Meißner, Seemann Verlag Leipzig, 1990.